INSTITUT FÜR DEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDEL
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Leben und Wohnen beim Älter werden

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Älter werden und Wohnen
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Intergenerationelle
Gemeindeentwicklung
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Ortskerne
Befragung "Älter werden, Leben und Wohnen"

Für eine wissenschaftliche Studie im Auftrage der Niederösterreichischen Landesregierung führen wir eine Umfrage zum Thema ‚Älter werden, Leben und Wohnen‘ durch. Der Schwerpunkt der Befragung liegt in der Altersgruppe 55 bis 70 Jahre, aber auch Jüngere und Ältere können teilnehmen.

Den Online Fragebogen finden Sie hier: umfrageonline

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Danke.

Der demografische Wandel und die damit verbundene Veränderung der Altersstruktur unserer Gesellschaft sind evident. Aktuell kommen die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegsjahrzehnte (die sogenannten „Babyboomer“) in die späteren Lebensphasen.

Die Menschen werden älter und dies aufgrund veränderter Arbeitswelten sowie Lebensstile auch gesünder. Das bedeutet, eine allfällig notwendige Pflegephase kommt später. Was jedoch im höheren Alter schon oft eintritt, sind gewisse körperliche Einschränkungen im Vergleich zu den jüngeren Lebenszeiten. Um dem entgegenzutreten ist es ratsam, dass die Menschen für sich rechtzeitig an barrierefreies, altersgerechtes Wohnen und Leben zu denken. Was noch dazu kommt, ist der soziale Faktor: Gemeinsam mit anderen (ebenfalls älteren und/oder jüngeren Menschen) älter werden hat viele Vorteile.
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Mit ansteigendem Lebensalter nehmen die Wahrscheinlichkeit und die Bereitschaft eines Umzuges deutlich ab – es herrscht ein verstärkter Wunsch nach einem „ageing in place“ (so lange wie möglich am selben Ort zu verbleiben). Im hohen Alter steigt dann umständehalber die wenig selbstbestimmte Wahrscheinlichkeit eines Umzuges aufgrund von starke körperlichen und kognitiven Einschränkungen (man denke an die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines Sturzes mit Folgen in einem nicht barrierefreien Einfamilienhaus mit Stiege).

Dazu kommt: Die Bevölkerung in Niederösterreich und die Lebensstile haben sich in den letzten Jahrzehnten stark ausdifferenziert (familiäre Strukturen sind weniger verbindlich als früher).

Zugleich verändert der demografische Wandel die Altersstruktur: Der Anteil der älteren Bevölkerung steigt merkbar an. Ein hoher Anteil wohnt in Ein- oder Zweifamilienhäusern, zum Teil außerhalb von Ortskernen.

Verstärkt wird die Problematik durch den Mangel an Betreuungs- und Pflegekräften, insbesondere was eine flächendeckende Betreuung von einzelnen Personen zuhause in der Zukunft betrifft. Laut einer Umfrage in Österreich von über 60jährigen Personen können sich zwischen 57 und 71 % (mit dem Einkommen ansteigend) eine 24h-Betreuung zuhause vorstellen. Es ist jedoch unrealistisch anzunehmen, dass beim zu erwartenden Anstieg des Anteils der Älteren dies flächendeckend machbar sein wird. Bereits aktuell gibt es hier Probleme, verstärkt noch durch die Corona-Krise. Und bei den Pflege- und Betreuungskräften in den Institutionen wird ein zusätzlicher Personalbedarf in Österreich bis 2030 von 75.000 Personen prognostiziert (erhöhter Bedarf sowie Ersatz von Pensionierungen).

Es ist also sehr ratsam, für sich individuell und für die Gemeinden / die Gesellschaft, das Thema des Lebens und Wohnens im Alter genauer anzusehen und eine Strategie dazu zu entwickeln – auf der persönlichen Ebene kann dies gemeinschaftlich erfolgen, beispielsweise gemeinsam mit den jüngeren Generationen oder gemeinsam mit anderen mehr oder weniger Gleichaltrigen.

Mehr Details finden sich in dieser Präsentation: PDF



Hier geht es nun zu einigen Möglichkeiten zum Leben und Wohnen in den späteren Lebensphasen:

Mehrgenerationen-Wohnprojekte werden meistens gemeinsam von und mit der zukünftigen Bewohnerschaft gemeinsam entwickelt. Bei der Planung wird gemeinsam das Ausmaß der Gemeinschaftlichkeit festgelegt. Ein Beispiel ist das Projekt Genawo (Generationenwohnen) in Garsten bei Steyr. Die Menschen waren beim Einzug zwischen 30 und 70 Jahre alt (plus Kinder). Der Vierkanthof hat 20 Wohneinheiten mit Lift und ein überdachtes Atrium (Hof), in welchem sich das Gemeinschaftsleben abspielt.

Hier sehen Sie ein Foto vom Atrium des Wohnprojektes.
Mehr darüber in einem Zeitungsartikel der Oberösterreichischen Nachrichten und im Architektur & Bau Forum.
In diesem Video erläutert Ursula Kopp die Entstehungsgeschichte.


sehen: genawo.at

Ein weiteres Beispiel ist das Wohndorf “Der Lebensraum“ in Gänserndorf. Dieses wurden ebenfalls von den Erstbewohner*innen gemeinsam geplant und bietet ein umfangreiches gemeinschaftliches Leben
(gemeinsames Kochen und Essen, Kino und Bibliothek, Garten, Pool, Kleiner Bioladen usw.):

sehen: derlebensraum.com
sehen: derlebensraum.com (Plan)

Für Wohngemeinschaften werden oft bestehende Gebäude adapiert. Die Forschungsgruppe ReHABTITAT hat einige Potentiale erarbeitet. Ein Beispiel ist die Adaptierung eines Bungalows zu einer altersgerechten, gemeinschaftlichen Wohnform: Es wurden mehrere Varianten erarbeitet. Die auf Bungalow 1 und Bungalow 2 gezeigten Ergebnisse sind Resultat der Forschungsgruppe ReHABITAT.

sehen: ReHABITAT
sehen: Bungalow 1 (pdf)
sehen: Bungalow 2 (pdf)

Die Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen beim Österreichischen Ökologie-Institut.

Eine bereits bestehende Senioren-Wohngemeinschaft gibt es in der Marktgemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs. Die Bewohner*innen können hier unabhängig aber in Gemeinschaft leben. Das Haus der Wohngemeinschaft wird laufend vor Ort betreut, haushaltsnahe Dienstleistungen wie Hausarbeit/Reinigung (2 h/Woche) sowie ein Einkaufsservice/Fahrtdienst sind inkludiert. Auch für das soziale Leben wird gesorgt (Bildungszentrum Gaming, Austausch mit dem Kindergarten, Ausflüge usw.).

Details finden sich in dieser Broschüre

Green Care bezeichnet verschiedene soziale Angebote von landwirtschaftlichen Betrieben. Dazu gehört unter anderem auch das Wohnen und Leben auf einem Hof für ältere Menschen. Hier ein Beispiel In Marienrachdorf (bei Koblenz):

sehen: bauernhof-wohngemeinschaft.de

In Kärnten bietet der Rabingerhof für die Menschen Wohnen und Betreuung im Familienverbund am Bauernhof an. Mehr über das Projekt in Hüttenberg finden Sie auf der Website.

sehen: rabingerhof.at

Ein Beispiel für betreutes Wohnen ist das Haus des Senecura Sozialzentrums Traiskirchen. Die Wohnungen haben zwei bis vier Zimmer. Es können Leistungen je nach Bedarf im benachbarte Sozialzentrum in Anspruch genommen werden: Reinigung, Speisen im Sozialzentrum, Freizeitaktivitäten, Therapie und Pflege.

sehen: traiskirchen.senecura.at

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Kompetenzteam:

Mag. Hannes Heissl
MSc MAS Soziologe (Universität Salzburg), Akademischer Coach und systemischer Organisationsberater (ARGE Bildungsmanagement), Hochschullehrgang Geragogik (Kirchliche Pädagogische HochschulebWien/Krems), Stadt - und Gemeindeentwicklung, Konzeptionierung und Begleitung von gemeinschaftlichen Wohnprojekte (Baugruppen), Arbeit mit Generationen, Gewerbe der Unternehmensberatung

Univ.-Prof. Dr. Michael Daxner
Univ.-Prof. für Soziologie und Jüdische Studien und für 2 Amtsperioden (1986-1998) Präsident der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Berater von österreichischen Bundesregierungen, 1998-2000 Vorstand der Europäischen Rektorenkonferenz, dzt. stv. Vorsitzender des Hochschulrates der Philipps-Universität Marburg

DI Till Hafner
Diplom-Ingenieur (Architektur), Projektmanagement, Experte für politische und partizipative Prozesse im regionalen und kommunalen Kontext

Kooperationspartner:

Dr. Hannes Schaffer
mecca consulting GmbH, Landschaftsplaner und Sachverständiger (BOKU, John Hopkins University): Geschäftsführer. |Moderationen|Regionalentwicklung|ländliche Entwicklung|Organisations- und Strategieentwicklung|Förderberatung|Lektor Universität Wien, TU Wien

DI Claudia Lichtblau
mecca Consulting GmbH Raumplanerin (TU Wien): Projektmanagement, Raumanalysen und Studien|grenzüberschreitende Kooperation|Stadt- und Regionalentwicklung

Presse und Medien

01.08.2020
NÖN: Gloggnitz Leader-Projekt: Übers Alter diskutiert. noen.at

08.2020
Semmeringer Gemeindezeitung Wohnen im Alter (pdf)

07.10.2020
NÖN: Region Traisen-Gölsental Wohnen im Alter als Schwerpunkt. noen.at

Mag. Hannes Heissl MSc MAS


Mobil
+43 664 2455977

Mail
hannes.heissl@kphvie.ac.at
Impressum:

Heissl & Partners
Unternehmens - und Organisationsberatung Mag. Hannes Heissl MSc MAS
A-1100 Wien, Gussriegelstraße 17/3/17
UID: ATU 6688 5301, Gewerbe der Unternehmensberatung (Wirtschaftskammer Wien)